Historiker über Crans-Montana und den Schweizer Schlendrian: „Wir ticken wie ein Volk von Bauern“ 10.02.2026

Der Historiker Sacha Zala kritisiert die gängige Wahrnehmung der Schweiz als Musterland der Ordnung und Effizienz. Er argumentiert, dass die Eidgenossen eher zum "Durchwursteln" neigen und eine verzerrte Selbstwahrnehmung pflegen, was sich auch in der Brandkatastrophe von Crans-Montana mit 41 Toten und über 100 Verletzten zeige. Zala vergleicht das Schweizer Verhalten mit dem eines "Volkes von Bauern", das pragmatisch, aber nicht immer vorausschauend agiere. Diese Haltung, so der Historiker, führe dazu, dass vermeintlich gut organisierte Systeme wie die Schweizer Bürokratie oder Infrastruktur anfällig für Versäumnisse und Unglücke seien, da die tatsächliche Problemlösung oft auf den letzten Moment verschoben werde.

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