Die Schweiz erwärmt sich schneller als viele andere Länder, wie die aktuelle Hitzewelle mit Rekordtemperaturen zeigt. Klimaforscher Erich Fischer von der ETH Zürich betont, dass Hitze das am meisten unterschätzte Risiko des Klimawandels sei. In der Schweiz verursacht Hitze die meisten Todesfälle – deutlich mehr als Hochwasser, Erdrutsche oder andere Naturgefahren. Dennoch fehle oft das Bewusstsein für die dramatischen Auswirkungen. Die Zahl der Hitzetage (über 30 Grad) hat sich im Vergleich zu vor wenigen Jahrzehnten verfünffacht bis versechsfacht, und die wärmsten Nächte sind seit Anfang des 20. Jahrhunderts um viereinhalb Grad wärmer geworden. Die meisten Gebäude in der Schweiz stammen aus jener Zeit und sind für die heutigen Bedingungen nicht geeignet.