Das europäische Forschungsprojekt ClimaMeter hat die Rekordhitzewelle in Frankreich und Westeuropa untersucht und kommt zu dem Schluss, dass sie durch den menschengemachten Klimawandel signifikant intensiviert wurde. Die Temperaturen liegen demnach um zwei bis vier Grad Celsius höher, als sie unter gleichen atmosphärischen Bedingungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gewesen wären. Davide Faranda vom CNRS betont, dass die zugrundeliegende Wetterlage an sich nicht außergewöhnlich sei, aber der Klimawandel die Hitze massiv verstärke: „Wir nähern uns den Grenzen, an die sich viele Gesellschaften und Ökosysteme anpassen können.“ Er warnt davor, dass solche Temperaturen in den kommenden Jahrzehnten normal werden könnten, was weitreichende Folgen unvermeidbar mache.