Eine neue, äußerst präzise Messung zur Ausbreitungsgeschwindigkeit des lokalen Universums, durchgeführt von einer US-Forschungsgruppe des NOIRLab, hat die seit Jahren bestehende Diskrepanz zur Expansionsrate des frühen Universums, bekannt als „Hubble-Spannung“, weiter verschärft. Die Analyse verschiedener, voneinander unabhängiger Methoden wie der Messung von Cepheiden-Sternen, Roten Riesen, Supernovae Ia und Galaxientypen ergab eine Ausbreitungsgeschwindigkeit von 73,50 ± 0,81 km/s/Mpc. Dieser Wert weicht signifikant von den rund 67 km/s/Mpc ab, die aus Daten des frühen Universums ermittelt wurden, was darauf hindeutet, dass dem kosmologischen Standardmodell grundlegende Bestandteile fehlen und möglicherweise neue Physik jenseits des aktuellen Verständnisses notwendig ist, da Fehler in einzelnen Messmethoden weitgehend ausgeschlossen werden können.