Häufiges Bakterium kann Alzheimer verschlimmern 06.02.2026

Eine neue Studie, veröffentlicht in "Nature Communications", legt nahe, dass das weit verbreitete Bakterium Chlamydia pneumoniae, bekannt für Atemwegsinfekte, den Verlauf von Alzheimer verschlimmern kann. Forscher wiesen nach, dass diese Bakterien bis in die Netzhaut des Auges vordringen und dort Immunreaktionen auslösen, die mit Entzündungen, Nervenzellabbau und geistigem Verfall im Gehirn korrelieren. In Gewebeproben von 104 Personen zeigten Alzheimer-Patienten signifikant höhere Bakterienkonzentrationen in Netzhaut und Gehirn als kognitiv gesunde Personen. Die Studie deutet darauf hin, dass Chlamydia pneumoniae nicht primär Auslöser, sondern eher ein Verstärker der Alzheimer-Pathologie ist, insbesondere bei Trägern der APOE4-Genvariante. Laborversuche mit menschlichen Nervenzellen und Mäusen bestätigten, dass die Infektion Entzündungen, Nervenzellsterben und geistigen Abbau verstärkt sowie die Bildung von Beta-Amyloid-Plaques fördert.














