Hunderttausende betroffen: Bei Schmerzmittel Paracetamol droht gefährliche Wechselwirkung 25.04.2026

Das weit verbreitete Schmerzmittel Paracetamol birgt eine potenzielle, bisher unterschätzte Gefahr für rund 500.000 Menschen in Deutschland, die täglich blutverdünnende Medikamente (orale Antikoagulanzien) einnehmen. Obwohl Paracetamol oft als sicherste Option für diese Patientengruppe gilt, können Dosierungen von zwei bis vier Gramm pro Tag über ein bis zwei Wochen hinweg zu einer unkontrollierten Erhöhung des INR-Werts führen, der die Blutgerinnung misst. Dies erhöht das Risiko gefährlicher Blutungen. Die offizielle Fachinformation warnt bereits vor einer Verlängerung der Prothrombinzeit. Experten der ABDA empfehlen für Patienten unter Cumarintherapie eine maximale Tagesdosis von 500 bis 1.500 mg Paracetamol und betonen die Notwendigkeit ärztlicher Kontrolle bei Langzeitanwendung.














