Ifo-Präsident: Regierung "weicht den schwierigen Fragen aus" 06.05.2026

Clemens Fuest, der Präsident des Ifo-Instituts, kritisiert die Bundesregierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz scharf, da ihr eine mittelfristige und langfristige Strategie in der Wirtschaftspolitik fehle. Obwohl Merz die wirtschaftlichen Herausforderungen erkenne, habe die Regierung kein klares Konzept zur Überwindung der Krise, sondern konzentriere sich auf kurzfristige Maßnahmen, die Wähler ansprechen sollen, wie die Umstrukturierung des Bürgergeldes oder die Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie. Fuest betont die dringende Notwendigkeit, den steigenden Staatsausgaben entgegenzuwirken und schlägt drei Kernbereiche für eine neue Strategie vor: die Attraktivität der Arbeit durch Reformen bei der Grundsicherung, dem Wohngeld sowie der Einkommensteuer und Sozialversicherungsbeiträgen zu erhöhen, private Investitionen durch Bürokratieabbau, bezahlbare Energie und Steuerentlastungen zu fördern und den Wirtschaftsstandort durch bessere Umsetzung von Forschung in Produkte innovativer zu gestalten. Er räumt ein, dass externe Faktoren wie der Ukraine-Krieg die Probleme verschärfen, betont aber, dass die Politik in beeinflussbaren Bereichen richtig handeln müsse.



















