ifo- und IW-Studien zu InvestitionenStatistik-Expertin: Zahlen wirken klar – sind es aber nicht 23.03.2026

Eine aktuelle Debatte über deutsche Staatsinvestitionen wird durch Studien des ifo Instituts und des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) beleuchtet, die beide die politische Erzählung infrage stellen, dass aufgenommene Schulden primär in zusätzliche Infrastruktur fließen. Die Statistikerin Katharina Schüller betont, dass die Messung von „Investitionen“ komplex ist und stark von Definitionen, Abgrenzungen und Annahmen abhängt. Während das ifo Institut bis zu 95 Prozent der Mittel als nicht-zusätzlich einstuft, beziffert das IW die „Zweckentfremdung“ auf etwa 86 Prozent. Diese unterschiedlichen Ergebnisse verdeutlichen, dass die Zahlen analytische Konstruktionen sind und keine eindeutige Wahrheit abbilden, was die politische Instrumentalisierung von Statistiken problematisiert und die Notwendigkeit klarerer Daten und Definitionen unterstreicht.














