Wirtschaftsexperten des Ifo-Instituts und des DIW warnen vor erheblichen negativen Folgen für die deutsche Wirtschaft, sollte die von Bundeskanzler Friedrich Merz angestrebte Rückkehr von 80 Prozent der in Deutschland lebenden Syrer in ihre Heimat realisiert werden. Laut Timo Wollmershäuser vom Ifo-Institut würde dies das Produktionspotenzial weiter dämpfen, da ein Großteil der syrischen Zuwanderer bereits in den Arbeitsmarkt integriert ist und zur Abmilderung der demografischen Wende beiträgt. Geraldine Dany-Knedlik vom DIW hält eine vollständige Rückkehr von 80 Prozent für unrealistisch, betont aber, dass selbst die Realisierung eines erheblichen Teils den demografischen Druck auf das Potenzialwachstum verschärfen würde. Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa wies die Äußerung Merz' zurück. Aktuell leben rund 930.000 Syrer in Deutschland, von denen etwa 300.000 eine Arbeit haben, viele davon als qualifizierte Fachkräfte.