Illegaler Tierhandel: Warum jetzt sogar Ameisen geschmuggelt werden und auf dem Schwarzmarkt landen 30.03.2026

Der illegale Tierhandel verlagert sich zunehmend auf unscheinbare Arten, wobei insbesondere Ameisenköniginnen hohe Preise auf dem Schwarzmarkt erzielen. Eine einzige befruchtete Königin kann eine ganze Kolonie gründen, was sie für Sammler attraktiv macht, die bereit sind, mehrere hundert Dollar pro Tier zu zahlen. Afrikanische Riesenernteameisen sind besonders begehrt, da ihre Königinnen während der Paarungszeit leichter zu fangen und relativ einfach zu transportieren sind. Ein Fall in Kenia, bei dem tausende Königinnen auf dem Weg nach Europa und Asien entdeckt wurden, unterstreicht die systematische Natur dieses Handels. Forscher warnen vor den ökologischen Folgen, falls nicht heimische Arten entkommen und sich ausbreiten. Während die EU eine verpflichtende Kennzeichnung von Hunden und Katzen plant, um den illegalen Handel einzudämmen, sind Ameisenarten oft nicht durch internationale Artenschutzabkommen wie CITES geschützt, was strengere Regeln und Kontrollen erfordert.















