In der Schweiz nehmen Rauchverbote im Freien stetig zu, wobei zunehmend öffentliche Orte wie Bahnhofsperrons, Schwimmbäder und Spielplätze rauchfrei werden. In St. Gallen stimmten die Bürger kürzlich für ein Verbot auf städtischen Spielplätzen, während die Badi Aquarena in Herzogenbuchsee bereits markierte Raucherzonen einführte, um Konflikte zwischen Eltern und Rauchern zu vermeiden. Frank Wieber von der ZHAW betont, dass die Platzierung solcher Zonen strategisch erfolgen sollte: Sie müssen funktional sein, dürfen aber nicht zu einladend wirken, um das Rauchen nicht im Alltag zu verankern. Obwohl die Schweiz seit den 1990er-Jahren und durch das Bundesgesetz von 2010 Fortschritte machte, kritisiert die Lungenliga die aktuellen Regeln als zu lax im internationalen Vergleich zu Ländern wie Italien oder Spanien, insbesondere beim Schutz von Kindern vor Passivrauchen.