Bei der Innenministerkonferenz in Hamburg berieten Bund und Länder über die Steigerung der nationalen Resilienz angesichts zunehmender hybrider Bedrohungen und Sabotagevorbereitungen, primär aus Russland. Ziel ist ein verbessertes Lagebild sowie die Anpassung von Sicherstellungs- und Versorgungsgesetzen, um die Versorgung im Krisenfall zu gewährleisten. Während Betreiber kritischer Infrastrukturen für die Ausfallsicherheit verantwortlich bleiben, plant der Bund Investitionen in Warnsysteme und Notstromaggregate. Neben der Krisenvorsorge befassten sich die Minister mit der Ursachenforschung zu kriminellen Kindern, wobei eine Senkung der Strafmündigkeit abgelehnt wurde. Zudem wurde ein konsequenteres Vorgehen gegen bandenmäßigen Sozialleistungsbetrug beschlossen. Bezüglich syrischer Geflüchtete gab es keine Einigung über Bleibeperspektiven, jedoch herrschte Konsens über die Forcierung von Abschiebungen von Straftätern und Terror-Gefährdern. Die sinkende Zahl von Asylanträgen verschob die Prioritäten der Migrationsthematik innerhalb der Konferenz.