Parlamentsmitglieder nutzen vermehrt soziale Medien wie Instagram, um direkt mit Wählern zu kommunizieren und ihre politischen Botschaften zu verbreiten, wodurch sie ihre eigenen Medienkanäle schaffen und die traditionellen ersetzen. Während Debatten im Nationalrat wie die zur Blackout-Initiative zunehmend für Social Media aufbereitet werden, wie SVP-Nationalrat Christian Imark beobachtet, belohnt der Algorithmus oft emotionalisierte und zugespitzte Inhalte, was laut Medienwissenschaftler Daniel Vogler zur Polarisierung beitragen kann. Dennoch bieten Plattformen wie Instagram laut FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt und SP-Nationalrat Pascal Schmid auch die Chance, Nähe zur Bevölkerung zu schaffen, Themen sichtbar zu machen und direktes Feedback zu erhalten, was im Fall der SP-Nationalrätinnen Tamara Funiciello und Anna Rosenwasser zur Mobilisierung für eine Demonstration führte. Trotz der Vorteile birgt die Nutzung sozialer Medien Risiken für die politische Meinungsbildung, und es bleibt die Frage nach einem verantwortungsvollen Umgang seitens der Politik.