Integration: „Politische Vorgabe schlägt sich durch“ – Fast jedes zweite Asylverfahren reißt Zeitvorgabe der EU 11.02.2026

Im Jahr 2025 erreichten die Asylverfahren beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) in Deutschland mit durchschnittlich 12,2 Monaten eine neue Rekorddauer, was deutlich über der EU-Vorgabe von sechs Monaten liegt. Fast die Hälfte (43,5 Prozent) aller abgeschlossenen Verfahren überschritt diese Frist, und bei rund 17.000 anhängigen Fällen wurde die maximale EU-Grenze von 21 Monaten überschritten. Währenddessen verkürzten Gerichte die Dauer von Asylklageverfahren erheblich, von 26,5 Monaten im Jahr 2021 auf 14,3 Monate im Jahr 2025. Die Linken-Politikerin Clara Bünger kritisiert die langen Wartezeiten als inakzeptabel und befürchtet, dass eine politische Wende in der Asylpolitik die Entscheidungsfindung des Bamf negativ beeinflusst, während sie gleichzeitig die Beschleunigung von Verfahren für Asylsuchende mit geringen Anerkennungschancen hervorhebt, die oft innerhalb eines Monats abgeschlossen werden.















