Die EU-Kommission unter Ursula von der Leyen hat neue Vorschläge zur Entlastung der Industrie von gestiegenen Energiekosten vorgelegt, die seit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar die Energiemärkte unter Druck setzen. Europäische Erdgaspreise sind um über 50 Prozent gestiegen, und die Kosten für Öl- und Erdgasimporte erhöhten sich um sechs Milliarden Euro. Anstatt Gaspreise zu deckeln, setzt die Kommission auf eine Anpassung des Emissionshandels durch die Bereitstellung zusätzlicher Verschmutzungsrechte und eine Lockerung der Regeln für staatliche Beihilfen bei hohen CO2-Preisen. Diese Pläne stellen einen Kompromiss zwischen Ländern wie Italien, die eine Aussetzung des CO2-Handels fordern, und Gegnern wie Schweden und den Niederlanden dar, um eine Wiederholung der Energiekrise von 2022 zu vermeiden.