Der Iran hat erstmals drei Männer im Zusammenhang mit den jüngsten Massenprotesten hingerichtet, denen vorgeworfen wurde, in Teheran zwei Sicherheitskräfte getötet zu haben. Die Hinrichtungen, die laut staatlichem Rundfunk wegen "Mord und operativer Handlungen" seitens der USA und Israels erfolgten, wurden durch Erhängen vollstreckt. Die Proteste, die Ende Dezember durch eine Wirtschaftskrise ausgelöst wurden, entwickelten sich zu politischen Aufständen gegen das autoritäre Herrschaftssystem, woraufhin der Sicherheitsapparat brutal vorging und Tausende Demonstranten tötete. Die iranische Justiz hatte Mitte Januar Anklagen wegen "Randalierens" und "Kriegsführung gegen Gott" angekündigt, ein Tatbestand, der mit der Todesstrafe geahndet werden kann. Menschenrechtsgruppen kritisieren die rigorose Anwendung der Todesstrafe im Iran, die auch zur Einschüchterung genutzt werde, und verweisen auf über 2000 Hinrichtungen im vergangenen Jahr.