Die geplanten Gespräche zwischen dem Iran und den USA auf dem Bürgenstock wurden kurzfristig abgesagt. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) informierte die Medien über die Verschiebung der Konferenz, nachdem US-Vizepräsident Vance seine Reise vorerst abgesagt hatte. Als Gründe wurden auf iranischer Seite logistische Schwierigkeiten genannt, doch auch politische Motive wie ein Protest gegen die israelischen Angriffe im Libanon werden spekuliert, wie die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf Al Mayadeen berichtet, eine dem Iran nahestehende Quelle. Unklar bleibt, ob die Gespräche zu einem späteren Zeitpunkt oder an einem anderen Ort stattfinden werden, während die gestrige 60-Tage-Frist für eine Einigung in strittigen Punkten, insbesondere im Nukleardossier, bereits begonnen hat.