Irans Präsident Massud Peseschkian hat die Freischaltung des internationalen Internets angeordnet, nachdem ein "Sonderstab" mehrheitlich für die Wiederfreigabe gestimmt hatte und diese Bestätigung des Präsidenten erforderte. Seit Kriegsbeginn am 28. Februar hatte die Regierung den Zugang zum weltweiten Internet nahezu vollständig blockiert und den rund 90 Millionen Iranern lediglich den Zugang zum staatlich kontrollierten "nationalen Internet" ermöglicht. Diese Sperrung hatte erhebliche gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen, insbesondere für über eine Million Online-Händler. Obwohl offiziell mit Sicherheitsbedenken begründet, vermuten Beobachter, dass die Regierung die Verbreitung von Informationen über Kriegsschäden und die öffentliche Stimmung in sozialen Medien verhindern wollte. Ein konkretes Datum für die Entsperrung wurde noch nicht genannt, auch wenn iranische Medien Mitte Mai den 5. Juni als möglichen Termin nannten.