Israels Militärstaatsanwaltschaft hat die Anklage gegen fünf Reservisten fallen gelassen, die beschuldigt wurden, einen palästinensischen Häftling im Militärlager Sde Teiman sexuell misshandelt zu haben. Der Vorfall, der 2024 stattfand und durch ein geleaktes Video an Brisanz gewann, führte dazu, dass der Häftling ins Krankenhaus gebracht werden musste. Die Militäranwaltschaft begründete die Einstellung des Verfahrens unter anderem damit, dass Überwachungsaufnahmen kein klares Bild der angeblichen Taten lieferten. Während Israels Verteidigungsminister Israel Katz die Entscheidung als Gerechtigkeit bezeichnete und die Anschuldigungen als "Blutverleumdung" abtat, kritisierten Menschenrechtler den Schritt scharf und sprachen von einer Vertuschung, da der Zustand des Häftlings die Schwere der Taten belegt habe. Das Lager Sde Teiman wurde nach dem 7. Oktober 2023 eingerichtet und steht im Verdacht systematischer Folter.