Die israelische Armee plant offenbar eine langfristige Besetzung des Südlibanons, was die Rückkehr Hunderttausender Menschen in ihre Heimatdörfer auf absehbare Zeit verhindert. Berichten zufolge, insbesondere der "New York Times", arbeitet Israel an einer demografischen Umgestaltung der Region, indem es die schiitische Bevölkerung zur Vertreibung drängt, während christliche und drusische Gemeinden Zusicherungen erhalten, in der von Israel geschaffenen Evakuierungszone verbleiben zu können. Israelische Militärvertreter sollen lokale Führer dieser Gemeinden aufgefordert haben, schiitische Libanesen, die bei ihnen Zuflucht suchen, auszuweisen. Verteidigungsminister Israel Katz bestätigte die Absicht, nach Kriegsende eine Sicherheitszone bis zum Litani-Fluss zu besetzen und die Rückkehr Vertriebener zu verhindern, bis die Sicherheit im Norden Israels gewährleistet ist. Menschenrechtler äußern sich alarmiert über diese auf Religionszugehörigkeit basierenden Vertreibungen.