Israelische Siedlungen: Amnesty wirft Israel »ethnische Säuberung« im Westjordanland vor 10.06.2026

Amnesty International wirft Israel im Westjordanland „ethnische Säuberungen“ vor, um eine Annexion zu forcieren. In einem neuen Bericht beschreibt die Organisation eine staatlich unterstützte Kampagne der Zwangsvertreibung palästinensischer Gemeinschaften, die seit dreieinhalb Jahren beschleunigt werde. Amnesty zufolge ermöglicht die israelische Regierung mit erhöhter Finanzierung und Bewaffnung von Siedlern eine „brutale, staatlich gebilligte Politik“ und wirft Israel explizit Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor, da das Vorgehen der Siedler wesentlich zur Aufrechterhaltung des israelischen Apartheidssystems beitrage. Laut Amnesty waren zwischen Januar 2023 und April 2026 mindestens 117 Gemeinschaften, meist Beduinen, von Umsiedlungen betroffen, was mindestens 5.910 Menschen betraf. Die Organisation fordert Sanktionen gegen israelische Regierungsmitglieder und ein Ende jeglicher Kooperation, während die Bundesregierung weitere Sanktionen ablehnt, im Gegensatz zu Großbritannien und Frankreich.














