Ist die FDP tot? 10.03.2026

Nach dem schlechten Abschneiden der FDP bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg mit nur 4,4 Prozent und schwachen Umfragewerten in Rheinland-Pfalz sowie auf Bundesebene, wo die Partei als "nicht mehr messbar" gilt, erklärt CDU-Chef Friedrich Merz die FDP für politisch bedeutungslos und fordert FDP-Wähler auf, die CDU zu wählen. Der Vorsitzende der Jungen Liberalen, Finn Flebbe, widerspricht Merz vehement und bezeichnet dessen Aussagen als Ablenkungsmanöver, während er die FDP als einzige Kraft für Freiheit und Eigenverantwortung sieht und ein Comeback ankündigt. Matthias Jung von der Forschungsgruppe Wahlen bezweifelt jedoch das Alleinstellungsmerkmal der FDP und sieht ein "ausgeprägtes Existenzproblem" aufgrund fehlender Profilschärfe und der Übernahme liberaler Positionen durch andere Parteien. Interne Kritik richtet sich gegen Parteichef Christian Dürr, dessen Amtsführung und die mangelnde Erneuerung der Partei von Mitgliedern wie Marie-Agnes Strack-Zimmermann und den Jungen Liberalen in Frage gestellt werden, die sogar seinen Rücktritt fordern.














