Italien Die Camorra und die Gift-Landschaft bei Neapel 23.05.2026

In der Nähe von Neapel, in der Region "Terra dei Fuochi" (Land der Feuer) um Acerra, kämpfen Aktivisten wie Alessandro Cannavacciuolo und Michele Pannella gegen die jahrzehntelange illegale Müllentsorgung durch die Camorra. Seit den 1970er-Jahren wurden dort Haus-, Sonder- und sogar radioaktive Abfälle illegal abgeladen und verbrannt, was zu massiver Umweltverschmutzung und erhöhten Krebsraten führte. Cannavacciuolos Onkel erlebte die tödlichen Folgen am eigenen Leib, als seine Schafherde aufgrund von Missbildungen getötet werden musste und er kurz darauf an Krebs verstarb. Nach einem erfolgreichen Klageverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte muss Italien nun die Altlasten beseitigen, wofür bisher nur ein Bruchteil der benötigten 2,5 Milliarden Euro bereitgestellt wurde. Der jüngste Besuch von Papst Franziskus lenkte internationale Aufmerksamkeit auf das Problem und verurteilte die Verantwortlichen für die Umweltverbrechen.













