Die Sommersession im Schweizer Parlament war geprägt von aussergewöhnlicher Instabilität und knappen Mehrheiten, die oft zufällig wirkten. Besonders drastisch zeigte sich dies beim AKW-Bauverbot: Der Nationalrat lehnte die Vorlage am Montag mit drei Stimmen Differenz ab, nur um sie am Donnerstag mit zwei Stimmen Differenz doch anzunehmen. Ähnlich turbulent verlief die Debatte um die Finanzierung der 13. AHV-Rente, wo die Grünliberalen in letzter Minute ihre Position änderten und einer unbefristeten Mehrwertsteuererhöhung zustimmten.