Das James Webb Space Telescope (JWST) hat erstmals Methan auf dem interstellaren Kometen 3I/Atlas nachgewiesen. Die Beobachtungen, die im Dezember stattfanden, als der Komet zwischen 330 und 380 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt war, enthüllten mittels des Mid-Infrared Instruments (Miri) auch Kohlendioxid und Wasserdampf, zusätzlich zu zuvor entdeckten Substanzen wie Kohlenmonoxid und Methanol. Das späte Auftreten von Methan deutet darauf hin, dass es geschützt unter der Oberfläche verborgen war und erst durch die Sonnenwärme sublimierte. Bemerkenswert ist das ungewöhnlich hohe Verhältnis von Kohlendioxid und Methan zu Wasser, was auf unterschiedliche Entstehungsbedingungen im Vergleich zu Kometen unseres Sonnensystems hindeutet. Diese Ergebnisse wurden von einem Team um Matthew Belyakov in The Astrophysical Journal veröffentlicht.