Jeder fünfte Tuberkulose-Fall in Europa bleibt unentdeckt 24.03.2026

Ein aktueller Bericht der Europäischen Gesundheitsbehörde ECDC und der WHO Europa deckt gravierende Lücken in der Tuberkulose-Diagnose und -Behandlung auf. Im Jahr 2024 wurden schätzungsweise 204.000 Tuberkulose-Fälle in Europa registriert, wovon jedoch nur etwa 162.000 gemeldet wurden, was bedeutet, dass fast jeder fünfte Fall unentdeckt bleibt und somit unbehandelt ist und weiterverbreitet werden kann. Parallel dazu nimmt die Verbreitung von multiresistenten Tuberkulose-Erregern zu, die auf wichtige Medikamente wie Rifampicin nicht mehr ansprechen und deren Resistenzrate in Europa siebenmal höher ist als im weltweiten Durchschnitt. Diese Probleme verstärken sich gegenseitig, da späte Diagnosen die Übertragung und die Behandlung erschweren und zur Entstehung neuer Resistenzen beitragen. Trotz langfristiger Rückgänge bei Fallzahlen und Todesfällen sind die von der WHO gesetzten Ziele bis 2025 nicht erreichbar. Globale Entwicklungen wie Kriege und Fluchtbewegungen sowie Finanzierungslücken verschärfen die Situation zusätzlich.















