Johannes Peterlik: "Ich habe niemandem ein Geheimnis offenbart" 17.03.2026

Der Spionageprozess gegen den ehemaligen Diplomaten Johannes Peterlik in Wien dreht sich um die mutmaßliche Weitergabe geheimer Dokumente, die angeblich an den flüchtigen Wirecard-Manager Jan Marsalek gelangten, der nun im Dienste Russlands stehen soll. Peterlik, ehemaliger Generalsekretär im Außenministerium unter Karin Kneissl, wird beschuldigt, im Oktober 2018 unrechtmäßig einen streng geheimen Bericht der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) angefordert und weitergegeben zu haben, der die Nowitschok-Formel enthielt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, Österreichs Interessen massiv geschädigt zu haben. Peterlik bestreitet die Vorwürfe und erklärt, er habe lediglich die Aussagen des russischen Botschafters überprüfen wollen, der die Verwicklung russischer Geheimdienste in den Salisbury-Anschlag bestritten hatte. Das Gericht muss nun die Glaubwürdigkeit seiner Aussagen klären, wobei Peterlik bis zu fünf Jahre Haft drohen.














