Angesichts der schwachen Umfragewerte der SPD, die zuletzt zwischen 12 und 13 Prozent lagen und die Partei teils auf den vierten Platz zurückfallen ließen, übt Juso-Chef Philipp Türmer scharfe Kritik an der Parteispitze. In einem Interview mit der "Zeit" fordert er neue Ansätze und hält personelle Veränderungen bei Lars Klingbeil und Bärbel Bas für eine Option, sollten sie das Ruder nicht herumreißen können. Türmer skizziert drei Zukunftsszenarien: einen gelungenen Aufbruch unter der aktuellen Führung, eine bewusste Neuausrichtung der Rollenverteilung oder eine unvorhersehbare "Revolution", die durch Landtagswahlen oder wachsende Unzufriedenheit ausgelöst werden könnte. Zudem kritisiert er die mangelnde Einigkeit innerhalb der Ampel-Koalition bei wirtschaftlichen Reformen und fordert eine schnelle grundlegende Verständigung zur Förderung des Aufschwungs und zur Entlastung der Bevölkerung.