Kantone zweckentfremden Gelder aus den Lotteriefonds 11.06.2026

Die Lotteriefonds in der Schweiz, deren Gelder laut Bundesverfassung ausschliesslich für gemeinnützige Zwecke bestimmt sind, stehen zunehmend in der Kritik. Kantone, die diese Mittel oft direkt verwalten, sehen sich Vorwürfen der Intransparenz, Zweckentfremdung und Interessenkonflikte gegenüber. Ein Beispiel aus St. Gallen, wo ein UBS-Immobilienfonds Gelder für die Sanierung einer denkmalgeschützten Liegenschaft erhielt, wirft Fragen auf, da Denkmalpflege eine Staatsaufgabe ist und die Finanzierung eines gewinnorientierten Akteurs fragwürdig erscheint. Über 660 Millionen Franken flossen 2024 aus den Lotteriefonds an die Kantone, wobei die Definition von "gemeinnützig" viel Spielraum lässt und Gelder teils für politisch gefärbte Projekte oder zur Deckung von Budgetlöchern verwendet werden, was auf die Probleme einer einstweiligen Untersuchung vor 15 Jahren zurückgeht.















