Kanzler-Reise in die Golfregion: Merz ist so realistisch, dass es wehtut 07.02.2026

Bundeskanzler Friedrich Merz hat eine Reise in die Golfregion unternommen, um wirtschaftliche und sicherheitspolitische Beziehungen zu stärken, insbesondere im Hinblick auf die Lieferung von grünem Wasserstoff aus Saudi-Arabien und Flüssiggas aus Katar, um die deutsche Energieabhängigkeit zu verringern. Gleichzeitig besteht Interesse am Kauf von Eurofightern durch die Golfmonarchien. Kritisiert wird Merz dafür, dass er Menschenrechtsfragen in seinen Gesprächen mit den dortigen Regimen, wie dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman, als nachrangig behandelt und diese als "beeindruckende Persönlichkeit" lobt, obwohl dessen Beteiligung an der Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi bekannt ist. Merz verteidigt diesen pragmatischen Ansatz, indem er argumentiert, dass die Anhebung von Menschenrechtsfragen hinter verschlossenen Türen effektiver sei als eine öffentliche Konfrontation, wie sie von der bisherigen Außenministerin praktiziert wurde, und dass Deutschland angesichts globaler Herausforderungen wie dem Krieg Russlands und dem Aufstieg Chinas auf solche Partnerschaften angewiesen sei.















