Kanzler: "Keine Mehrheit für Wehrpflicht-Volksbefragung" 16.06.2026

Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) hat am Dienstag bekannt gegeben, dass die für den Herbst geplante Volksbefragung über die Wehrpflicht abgesagt wird. Der Regierungschef begründete diesen Schritt damit, dass innerhalb der Koalition aus ÖVP, SPÖ und Neos keine Mehrheit für eine Abstimmung besteht und nun konkrete Ergebnisse bei der Reform des Präsenzdienstes erzielt werden müssen. Ziel ist es, die Heeresreform bis zum 1. Januar 2027 umzusetzen, wobei Stocker das „Österreich plus“-Modell mit acht Monaten Wehrdienst bevorzugt. Angesichts der Sicherheitslage in Europa und einer Bedrohungslage betont der Kanzler die Wichtigkeit des Bundesheeres, für das im Doppelbudget rund 10 Milliarden Euro vorgesehen sind. Sollte über den Sommer keine Einigung erzielt werden, bleibt die Option einer Volksbefragung bestehen. Zudem kündigte Stocker für den Herbst eine umfassende ORF-Reform an.














