Karl Barths Dreiecksbeziehung: wie Liebe seine Theologie prägte 28.03.2026

Ein neuer Sammelband untersucht den Einfluss von Liebesbeziehungen auf das theologische Schaffen von Karl Barth, Hans Urs von Balthasar und Karl Rahner, drei prägenden Figuren des 20. Jahrhunderts. Karl Barth lebte ab 1929 in einer Lebensgemeinschaft mit seiner Frau Nelly und der Krankenschwester Charlotte von Kirschbaum, deren umfangreiche Zuarbeit und gelebte Nähe seine Theologie milder und barmherziger gestalteten, wie er selbst resümierte. Hans Urs von Balthasar gründete nach der Begegnung mit der Mystikerin Adrienne von Speyr die Johannesgemeinschaft und sprach von einer "Doppelsendung" und einem "Doppelwerk", wobei er mehr von ihr empfing, als er ihr geben konnte. Karl Rahner entdeckte durch seine Freundschaft mit der Schriftstellerin Luise Rinser die Einheit von Menschen- und Gottesliebe, was seine theologische Auffassung bestätigte und ihn persönlich umwandelte. Die interdisziplinären Autorinnen und Autoren beleuchten die Verschmelzung von biografischen Ereignissen und theologischem Schaffen, trotz lückenhafter Quellenlage.














