Das Sparpaket von Gesundheitsministerin Nina Warken zur Entlastung der gesetzlichen Krankenkassen um 16,3 Milliarden Euro im Jahr 2027 wird durch unerwartet hohe Ausgabensteigerungen im ersten Quartal 2026 überschattet. Eine neue Prognose des Bundesgesundheitsministeriums deutet auf ein um 3,5 Milliarden Euro höheres Defizit hin, was zu einer Lücke von 2,5 Milliarden Euro führen könnte, anstatt des geplanten Puffers. Die Pläne sehen Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken und der Pharmabranche sowie höhere Zuzahlungen und Einschränkungen bei der Mitversicherung vor. Diese Maßnahmen stoßen auf heftigen Widerstand im Gesundheitswesen, da sie laut dem Verband der Hausärztinnen und Hausärzte die Versorgung gefährden. Bundeskanzler Friedrich Merz fordert, dass der Sparpuffer nicht weiter schrumpfen darf.