Kast als Präsident vereidigt Chile rückt nach rechts 12.03.2026

José Antonio Kast wurde als neuer Präsident Chiles vereidigt und markiert damit einen deutlichen Rechtsruck im Land. Kast, ein konservativer Katholik und Sohn deutscher Einwanderer, der seine Bewunderung für den ehemaligen Diktator Pinochet nie verbarg, verspricht in seiner Antrittsrede eine "Notstandsregierung" mit Fokus auf Ordnung, Sicherheit und Wirtschaftswachstum. Sein Wahlkampf war geprägt von einer Rhetorik gegen Zuwanderung und Kriminalität, ähnlich der von Donald Trump, und er nahm an einem Treffen rechter Staatschefs in Florida teil. Trotz statistisch hoher Sicherheit in Chile hat sich organisierte Kriminalität ausgebreitet, und über 60 Prozent der Chilenen fühlen sich unsicher. Kast plant, irreguläre Einwanderer abzuschieben, was bei Migranten wie Yngrid Becerra Sorge auslöst. Deutsche Unternehmer sehen in Kasts wirtschaftsliberaler Politik eine Chance, während andere die Ernennung einer Abtreibungsgegnerin zur Frauenministerin und die allgemeine politische Ausrichtung kritisch sehen.













