Mineralisches Katzenstreu aus Bentonit stellt ein wachsendes Abfallproblem in der Schweiz dar. Ein Studierendenteam der Berner Fachhochschule um Matthias Muff hat die Wertschöpfungskette analysiert: Der Ton wird in Minen im Ausland abgebaut, getrocknet und importiert, was hohe CO₂-Emissionen verursacht. Da Bentonit nicht brennbar ist, verbleibt es nach der Verbrennung des Hausmülls als Schlacke und muss auf Deponien gelagert werden. Gemäss der Vereinigung der Betreiber Schweizerischer Abfallverwertungsanlagen werden jährlich rund 55'000 Tonnen mineralisches Katzenstreu entsorgt – das entspricht etwa 100 Einfamilienhäusern oder 25 Olympia-Schwimmbecken. Diese Menge macht rund sieben Prozent der gesamten Abfallschlacke aus.