Unterbringung für Asylbewerber Kaum Zuspruch für Dobrindts Migrationszentren-Idee 12.06.2026

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) setzt auf sogenannte Sekundärmigrationszentren, um die Rückführung von Asylbewerbern in zuständige EU-Staaten effizienter zu gestalten. Diese Einrichtungen sollen durch strenge Aufenthaltsregeln und kontrollierte Zugänge verhindern, dass Personen unkontrolliert entflehen, und so die Motivation zur freiwilligen Ausreise erhöhen. In Halberstadt plant Sachsen-Anhalt die Inbetriebnahme eines solchen Zentrums für bis zu 150 Personen im Sommer, inklusive Zäunen und einem Wachhäuschen. Trotz der gesetzlichen Grundlage durch die europäische Asylrechtsreform (GEAS) stoßen die Zentren auf geringen Zuspruch in den Bundesländern. Bisher haben sich nur Sachsen-Anhalt, Sachsen und Hamburg für diese Form der Unterbringung entschieden, während andere Länder wie Berlin die bestehenden Strukturen bevorzugen. Migrationsrechtler warnen zudem, dass eine zu strenge Ausgestaltung dieser Zentren rechtlich einer Freiheitsentziehung gleichkommen könnte.













