„Kein Freifahrtschein für Blaumacher“: Warum Atteste erst ab dem vierten Tag kommen sollen 09.02.2026

Dr. Andreas Gassen, Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), schlägt eine Reform des Systems für Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (AU) vor, um Praxen zu entlasten und Bürokratie abzubauen. Seine Initiative sieht vor, dass ärztliche Atteste erst ab dem vierten Krankheitstag erforderlich sein sollen, was potenziell 27 Millionen Arztkontakte jährlich einsparen könnte. Gassen argumentiert, dass die ersten drei Tage einer Krankheit oft ohne ärztliche Intervention auskommen und die aktuelle Praxis, insbesondere die telefonische AU, Missbrauch Tür und Tor öffne, da eine sichere Einschätzung des Krankheitsgrades am Telefon schwierig sei. Er unterstützt die Kritik von Friedrich Merz an wachsenden Krankenständen und betont, dass eine solche Regelung die Verantwortung der Arbeitnehmer stärken und unseriöse Online-Angebote eindämmen würde, während die Lohnfortzahlung im echten Krankheitsfall unberührt bliebe.














