Experte Simon Wolfgang Fuchs von der Hebräischen Universität Jerusalem sieht die aktuelle Waffenruhe zwischen Teheran und Washington als fragil an und vergleicht die Situation mit dem Gaza-Krieg. US-Präsident Donald Trump versucht, die erzielte Waffenruhe als vollständigen Sieg darzustellen, obwohl seine Kriegsziele, wie ein Regimewechsel im Iran, kaum erreicht wurden, da sein Sohn Modschtaba Chamenei die Nachfolge antrat. Zahlreiche Streitfragen, darunter das Atomprogramm, Sanktionen und die Straße von Hormus, bleiben ungelöst, was zu einer Patt-Situation führen könnte. Fuchs prognostiziert zähe Verhandlungen in Islamabad, bei denen keine Einigung zu erwarten ist, sondern eher eine Verlängerung der Fristen zur Konflikteinfrierung. Der Iran könnte die Zeit nutzen, um aufzurüsten, während die US-Schläge gegen iranische Infrastruktur bei Regimegegnern Entsetzen auslösen und die Forderungen nach einem Ende des Mullah-Regimes hemmen könnten.