Kfor-Einsatz: Wie Serbien den Nationalrat beeinflussen will 12.06.2026

Der Nationalrat hat den Einsatz des Schweizer Militärkontingents (Swisscoy) im Kosovo im Rahmen der NATO-Friedenstruppe Kfor bis 2029 verlängert. Mit 129 zu 61 Stimmen wurde die Entsendung beschlossen, die bereits seit 1999 besteht. Die Obergrenze des Kontingents kann von 215 auf bis zu 300 Soldaten erhöht werden. Diese Entscheidung fiel vor dem Hintergrund der anhaltenden Spannungen zwischen Serbien und Kosovo, wobei der serbische Botschafter in Bern versuchte, die Verlängerung zu beeinflussen, indem er von Diskriminierung der serbischen Minderheit sprach. Der kosovarische Botschafter konterte, Serbien sei für die Notwendigkeit der Kfor-Präsenz verantwortlich. Die SVP stimmte geschlossen gegen den Einsatz und verwies auf Kosten und die Notwendigkeit lokaler Verantwortung. Die Ratsmehrheit begründete die Verlängerung mit der instabilen Lage im Westbalkan und der Wichtigkeit für die Schweizer Sicherheit.














