SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert blickt mit Unbehagen auf seine dreijährige Amtszeit während der Ampelregierung zurück und enthüllte im "Spiegel", dass er sich zuletzt "wie eine Flipperkugel" der politischen Entwicklungen fühlte und seinen Biss verlor. Der 36-Jährige litt unter dem ständigen Kommunikationsdruck und der Notwendigkeit, sich zu allen Themen äußern zu müssen, was ihn als Generalisten auszeichnete. Kühnert trat im Herbst 2024 überraschend zurück, nannte zunächst gesundheitliche Gründe und das Gefühl, bedroht zu werden, sowie den Verlust von politischer Wirkmacht. Nach einer Auszeit, die er mit einer Alpenüberquerung verbrachte, um sein Leben zu prüfen, ist er nun in verschiedenen Rollen aktiv, darunter als Kolumnist, Mitglied der Rentenkommission des DGB und Lobbyist für "Finanzwende", schließt aber eine Rückkehr in ein politisches Amt nicht aus.