In seiner Keynote auf der data2day 2025 betont Dr. Michael Zimmer, dass der Erfolg von KI in der Unternehmenspraxis weit mehr erfordert als technische Implementierung. Stattdessen müsse der Mensch im Mittelpunkt stehen, was er mit dem Leitgedanken „V³ – Verständnis, Vertrauen und Verantwortung“ untermauert. Am Beispiel Klarna zeigt er auf, dass Unternehmen zunächst massiv auf KI-Automatisierung setzten und Personal abbauten, später jedoch feststellten, dass menschlicher Kundenkontakt unersetzlich ist. Eine MIT-Sloan-Studie belegt zwar Produktivitätssteigerungen von bis zu 42 Prozent bei Einzelaufgaben, in der Gesamtbetrachtung sei jedoch keine signifikante Veränderung messbar. Zimmer warnt davor, KI als Allheilmittel für strukturelle Probleme wie unübersichtliche Dokumentenablagen einzusetzen, und bringt es auf den Punkt: „Shit in, shit out“ – ohne saubere Daten und Prozesse liefert auch KI keine brauchbaren Ergebnisse.