Der Kohl-Verlag in Kerpen steht nach Recherchen des „Spiegel“ in der Kritik, da er mutmaßlich KI-generierte Grafiken und Texte in seinen Arbeitsheften für inklusiven Unterricht als menschliche Werke verkauft hat. Die Illustrationen weisen typische Fehler von Bild-KI-Modellen auf, wie deformierte Tiere oder fehlende Körperteile bei Kindern, und Texte enthalten Ungereimtheiten. Das auf den Büchern angegebene Autoren-Pseudonym „Anni Kolvenbach“ entpuppte sich als Deckmantel für mehrere Freiberufler, und das Autorenfoto war ein Stockfoto. Nach Konfrontation räumte der Verlag ein, dass mehrere Autoren hinter dem Pseudonym stecken; einer gab an, Lehrer zu sein und Erfahrungen weitergeben zu wollen, bestritt aber den Einsatz von KI für die Texte. Der Deutsche Lehrerverband warnt vor KI-generierten Inhalten im Schulunterricht, und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels sieht Risiken bei Urheberrechten und Qualitätssicherung.