Ein Pilotprojekt der Autobahn GmbH im Ruhrgebiet und Bergischen Land setzt auf ein neues KI-gestütztes Monitoring-System, um den Zustand von Brücken präziser zu überwachen und ungeplante Sperrungen zu vermeiden. An der längsten Stahlbrücke Deutschlands werden rund 150 Sensoren installiert, die pro Sekunde 100.000 Messwerte liefern, welche eine KI in Echtzeit analysiert. Dieses System soll Schäden frühzeitig erkennen, indem es die Eigenarten jeder Brücke lernt und Veränderungen – sei es durch Sonneneinstrahlung oder Materialrisse – identifiziert. Die Autobahn GmbH hofft auf einen Paradigmenwechsel in der Brückeninstandhaltung, der eine optimierte Nutzungsdauer ermöglicht. Angesichts des bundesweit schlechten Zustands vieler, oft vor 1985 gebauter Brücken, soll die Technologie schneller ausgerollt werden, da die Kosten im Vergleich zu den immensen Ausfällen durch Sperrungen, wie bei der Rahmedetalbrücke mit 1,5 Milliarden Euro Schaden, gering seien.