Die weit verbreitete Annahme, dass Künstliche Intelligenz (KI) Softwareentwickler massenhaft ersetzen wird, wird von Soziologieprofessor Florian Butollo als realitätsfern bezeichnet. Er verweist auf historische Ängste vor technologischem Arbeitsplatzverlust seit den 1970er Jahren, als Roboter und später Computer als Jobkiller galten. Butollo erklärt, dass die Technik nicht nur rationalisiert, sondern auch neue Möglichkeiten schafft und damit die Art der Arbeit verändert, anstatt sie gänzlich zu eliminieren. Diese Befürchtungen, die mit der jüngsten Prognose von Microsofts CTO Kevin Scott über die Code-Generierung durch KI aufkamen und zu Diskussionen über massenhafte Entlassungen führten, werden als übertrieben eingeschätzt, da die historische Betrachtung zeigt, dass Technik eher zu neuen Tätigkeitsfeldern führt.