Bürokratieabbau: „Sehr befremdlich“ – Empörung nach Video zu Online-Kirchenaustritt in Kiel 08.02.2026

Die Stadt Kiel hat mit einem Instagram-Video, das den Online-Kirchenaustritt als Beispiel für Bürokratieabbau bewarb, Empörung ausgelöst. Kirchenvertreter kritisierten die einseitige Darstellung und wiesen darauf hin, dass ein Online-Austritt in Schleswig-Holstein gesetzlich nicht vorgesehen sei; der Austritt müsse persönlich beim Standesamt oder schriftlich mit notarieller Beglaubigung erfolgen. Die Nordkirche und das katholische Büro Schleswig-Holstein forderten die sofortige Einstellung des beworbenen Verfahrens und mehr Sensibilität bei der Darstellung persönlicher Glaubensfragen. Die Stadt löschte das Video, um weitere Irritationen zu vermeiden, und erklärte, Ziel sei die Vorstellung neuer Online-Dienste gewesen, nicht die Werbung für Kirchenaustritte. Das Innenministerium prüft nun das Vorgehen der Stadt.














