Kindergeld per Mausklick: Wenn die Steuer-ID den Antrag überflüssig machtvor 7 Stundenheise online 18.03.2026

Die Bundesregierung plant die Einführung eines antragsfreien Kindergeldes ab 2027, um den bürokratischen Aufwand für Eltern nach der Geburt eines Kindes zu reduzieren. Kernstück ist ein vollautomatisierter Datenaustausch, bei dem das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) nach Meldung einer Geburt automatisch eine Steuer-ID vergibt und diese zusammen mit Stammdaten an die Familienkasse weiterleitet. Eltern müssen lediglich ihre IBAN hinterlegen, beispielsweise durch frühere Zahlungen für Geschwister oder über das Elster-Portal. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) lobt die Reform als Erleichterung für jährlich 300.000 Elternpaare. Kritiker äußern jedoch Bedenken hinsichtlich des Ausbaus staatlicher Datennutzung und der Vernetzung von Behörden, was zu einer zentralisierten Datenstruktur und potenziell zu einer umfassenderen digitalen Überwachung führen könnte.














