Die Anzahl der Gefährdungsmeldungen bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) in Basel-Stadt ist im vergangenen Jahr auf 1332 gestiegen, fast eine Verdoppelung gegenüber 770 Meldungen im Jahr 2020. Dies bestätigte der Amtsleiter Patrick Fassbind, der angibt, dass Eltern zunehmend psychisch belastet und überfordert seien, was zu Vernachlässigung von Kindern führe, oft im Kontext von Trennungen oder häuslicher Gewalt. Auch andere Kantone verzeichnen ähnliche Zunahmen, was auf allgemeinen Druck auf Eltern zurückgeführt wird. Nicht jede Meldung führt zu behördlichen Massnahmen; schätzungsweise die Hälfte aller Meldungen resultiert in Schutzmassnahmen. Die Behörden in Basel-Stadt planen eine Arbeitsgruppe zur Stärkung präventiver Hilfen, um Familien frühzeitiger zu unterstützen.