Die Zahl der Klagen gegen abgelehnte Asylbescheide in Deutschland hat sich innerhalb von zwei Jahren verdoppelt und erreichte 2025 einen Höchststand von 143.221 Verfahren. Dies stellt eine erhebliche Belastung für die Verwaltungsgerichte dar, die laut dem Deutschen Richterbund unter Personalmangel leiden und die Verfahren nicht wie geplant beschleunigen können. Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn bezeichnete die Entwicklung als "letzten Weckruf" für die Politik, um die Probleme anzugehen und das Vertrauen in die Justiz zu erhalten. Besonders stark stiegen die Klagen in Bundesländern wie Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Bayern.