Klimawandel: Hitze steigert Risiko für diese Nierenerkrankung 07.06.2026

Heißes Wetter, das den Kreislauf belastet, steigert auch das Risiko für Nierensteine, eine häufige Erkrankung der Harnwege, bei der sich im Urin kristalline Ablagerungen bilden. In Industrieländern sind fünf bis elf Prozent der Bevölkerung betroffen, Männer etwa doppelt so häufig wie Frauen. Bei starkem Schwitzen und unzureichender Flüssigkeitszufuhr steigt die Konzentration von Kalzium, Oxalat und Harnsäure im Urin, was die Bildung von Kristallen begünstigt. Nierenexpertin Sylvia Stracke betont, dass Hitze ein unterschätzter Risikofaktor ist und mit steigenden Durchschnittstemperaturen eine Ausdehnung des "Steingürtels" nach Norden, auch nach Deutschland, zu erwarten ist. Allein 2024 wurden in deutschen Krankenhäusern über 113.000 Nierenstein-Fälle behandelt. Zur Vorbeugung empfehlen Fachleute, an heißen Tagen etwa 2,5 Liter Flüssigkeit täglich zu trinken, bevorzugt Wasser, ungesüßte Tees oder stark verdünnte Saftschorlen. Weitere Risikofaktoren sind Übergewicht, Bewegungsmangel, eine salz- und fleischreiche Ernährung sowie familiäre Veranlagung.















