Knowledge-Action-Gap: Warum wir uns nicht besser gegen Erkältungen schützen 14.02.2026

Trotz saisonal üblicher Atemwegserkrankungen, die derzeit von Influenza-Viren dominiert werden, betont Präventionsforscher Hajo Zeeb, dass das Ausmaß von Erkältungswellen durch einfache Maßnahmen beeinflussbar ist. Die Grippeschutzimpfung, die das Ansteckungsrisiko um bis zu 50 Prozent senken kann, verzeichnet in Deutschland sinkende Quoten, insbesondere bei über 60-Jährigen, was unter die Empfehlungen der WHO fällt. Zeeb führt dies auf Impfgegnerschaft und Verunsicherung durch Fehlinformationen zurück. Ebenso wird die Wirksamkeit von korrekt getragenen FFP2-Masken, die das Ansteckungsrisiko laut Studien auf bis zu 0,1 Prozent reduzieren können, aufgrund einer "Knowledge-Action-Gap" – der Lücke zwischen Wissen und Handeln – nicht ausreichend genutzt. Die gesellschaftliche Gewöhnung an saisonale Krankheiten und die ideologische Aufladung von Schutzmaßnahmen erschweren die rationale Anwendung.














